17 Lehrlinge treten zur Gesellen- und Zwischenprüfung an und zeigen, dass der Malerberuf durchaus vielseitig ist

Es wurde bunt: In ihren eigenen Kabinen demonstrierten die Prüflinge, was sie in den vergangenen Jahren während ihrer Ausbildung gelernt haben.In der vergangenen Woche legten insgesamt sechs Lehrlinge aus dem Heidekreis den praktischen und gleichzeitig auch letzten Teil ihrer Gesellenprüfung zum Maler in den Räumlichkeiten der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Walsrode ab, nachdem sie im Vorfeld bereits schriftlich geprüft worden waren. Betreut und bewertet wurden sie dabei vom Lehrlingswart August Rose, Obermeister Holger Keetz, dem stellvertretenden Obermeister Stephan Klug, Gesellenbeisitzer Horst Twiefel und Berufsschullehrer Thomas Schinner.

Insgesamt fünf Tage, von Montag bis Freitag, hatten die Lehrlinge zuvor Zeit, eine sogenannte Kabine nach den Wünschen eines fiktiven Kundenaultrags zu gestalten. Täglich wurde acht Stunden lang fleißig gespachtelt, abgeklebt und gestrichen. Anschließend folgte die finale Abnahme der Arbeiten durch die Prüfer im Rahmen eines Fachgesprächs am Freitag, bei dem die Prüflinge Ihre Vorgehensweise erklärten und die Ergebnisse präsentierten. Sowohl auf die praktischen Fähigkeiten, als auch auf die Präsentation der eigenen Gestaltungsarbeiten wurde bei der Bewertung großen Wert gelegt. „Uns kommt es vor allem auf die Genauigkeit und die Sauberkeit an“, so Stephan Klug im Hinblick auf die praktischen Leistungen der Auszubildenen. Diese Faktoren seien schließlich auch im späteren Berufsleben und für die Zusammenarbeit mit zukünftigen Kunden sehr wichtig.

Insgesamt 17 Lehrlinge absolvierten ihre Gesellen- und Zwischenprüfung in den Räumen der BBS.Absolventen der Gesellenprüfung waren Alexander Böhme (Betrieb Volker Kremer), Miles-Michael Homann (Betrieb Uwe Kleinert), Marcel Horban (Betrieb Malereibetrieb Bahr KG). Christopher Kardolsky (Betrieb Volkshochschule Heidekreis gGmbH), Amphornrat Montanus (Betrieb DAA) und Pascal Steinecke (Betrieb Volkshochschule Heidekreis gGmbH). Sie alle blicken auf eine spannende Ausbildung zurück. Vor allem die intensiven Lehrgänge hätten besonders großen Spaß gemacht, so Pascal Steinecke. "Wir hatten Immer tolle Meister, die uns alles bestens und sehr genau erklärt haben."
Parallel zu der Gesellenprüfung legten außerdem elf junge Auszubildene aus dem zweiten Lehrjahr ihre Zwischenprüfung in den Räumen der BBS ab. Auch sie hatten die Aufgabe, ihr praktisches Können anhand der Gestaltung einer eigenen Kabine zu präsentieren. „So eine Zwischenprüfung ist natürlich immer eine sinnvolle Vorbereitung auf die wichtige Abschlussprüfung im nächsten Jahr", so Klug.

Eine besonders gute praktische Leistung präsentierte Amphornrat Montanus.Während ihrer Prüfung hatten sowohl die zukünftigen Gesellen, als auch die Anwärter der Zwischenprüfung die Möglichkeit, ihr vielseitiges Können, das ihnen während der Ausbildung vermittelt wurde, zu präsentieren. „Der Malerberuf ist komplex und wirklich vielseitig, das vergessen leider viele", so Holger Keetz in Bezug auf den aktuellen Lehrlingsschwund. Es ginge schließlich schon lange nicht mehr nur darum, Farbe an die Wand zu bringen. Als Maler arbeite man beispielsweise mit Glas, unterschiedlichen Untergründen und Dämmungen. Außerdem sei man jeden Tag im engen Kontakt mit verschiedenen Kunden. Auch die insgesamt 17 Lehrlinge, die ihre Prüfungen absolvierten, sind sich einig: Eine Lehre zum Maler lohnt sich und ist vielseitig.

Quelle: Walsroder Zeitung vom 01.08.2017 von Alessa Hachmeister

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